2011-01-26

GRAND DUCHE DE LUXEMBOURG - LUXEMBOURG - Segeln, was das Zeug hält


Die nördlichen Niederlande wuchsen im 17. Jahrhundert zu einer wirtschaftlichen und militärischen See-Großmacht heran. In der Malerei fand dies seinen Niederschlag in prächtigen, oftmals dramatischen Seestücken, die auch noch heute Gedanken an Freiheit und Abenteuer wecken. Da das Leben der Niederländer des "Goldenen Zeitalters" auf vielfältige Weise von der See geprägt war, findet man neben prunkvollen Segelschiffen auf rauher See oder in Schlachten auch ruhige Szenen mit der alltäglichen Schiffahrt auf stilleren Gewässern.
Segeln, was das Zeug hält schließt an die Eröffnungsausstellung der Villa Vauban The Golden Age Reloaded an und präsentiert dem Publikum ein weiteres wichtiges Thema der Kunst 17. Jahrhunderts in den nördlichen Niederlanden: die Marinemalerei. Im Zentrum stehen dabei spektakuläre Werke der Hauptvertreter dieses Genres: Ludolf Backhuysen, Jan Porcellis, Willem van de Velde (Vater und Sohn) und Simon de Vliegher. Neben den großformatigen Seestücken dieser Künstler sind Gemälde und Zeichnungen aller namhaften Marinemaler vertreten.
Die Werke sind von hoher Kunstfertigkeit und großem Detailreichtum, doch ist das Dargestellte nicht zwangsläufig historisch, topographisch oder meteorologisch exakt. Die Interpretationen und Lesarten sind vielfältig: das Schiff als Metapher des Lebens, als Symbol für den Staat und für die Erkundung von fernen Ländern, als eine Art Demonstration von stolzer Außen- und weitsichtiger Handelspolitik im 17. Jahrhundert.
Segeln, was das Zeug hält versammelt rund 70 Meisterwerke aus internationalen Sammlungen (u.a. National Maritime Museum in Greenwich/London, Hamburger Kunsthalle).



Villa Vauban 10.12.2010 - 28.03.2011